Montag, 13. Juni 2016

Changes ... cambiamenti ... Veränderungen ... αλλαγές ....



Gestern las ich einen interessanten Artikel hier über die diffusen und irrationalen Ängste, die den Bürger der heutigen Gesellschaft umtreiben. Der Autor legte dar, wie die Politik schon seit jeher mit diesen diffusen Ängsten der Menschen spielte und sie für ihre Zwecke instrumentalisierte. Nichts anderes erleben wir auch heute wieder. Nicht nur in meinem Heimatland Deutschland scheint man an einem Punkt angelangt zu sein, wo eine überwiegend saturierte Gesellschaft sich von allen Seiten bedroht sieht und sich nicht mit dem Gedanken abfinden will, daß unsere Gesellschaften schon immer einer beständigen Entwicklung ausgesetzt waren. Dabei gibt es durchaus konstruktiven Aufstand, aber auch vor allem destruktiven und  demoralisierenden Widerstand.  Und dann frage ich mich immer: Wo wären wir, wenn wir diese beständige Veränderung nicht leben würden? Es gibt derer gute und schlechte, aber sie bleiben am Ende doch Veränderungen, die zu unserem Dasein einfach dazugehören. Wer, egal welcher politischer Couleur, vermag uns heute denn wirklich mit Sicherheit zu sagen, wie diese Veränderungen sich auf lange Sicht darstellen werden? Das werden erst die historischen Zeitläufte zeigen.
Aber die von außen geschürten Ängste vor diesen Veränderungen, vor gar apokalyptischen Zuständen und die aktuelle Suche nach schwächeren Sündenböcken (wie momentan z.B. die Flüchtlinge), denen wir die unbequemen Seiten dieser Veränderungen anlasten können, bringen uns nicht weiter.
Wer hat mir jemals einen Rosengarten oder ein Leben ohne Aufreibungen versprochen?  Wieso soll ich mich von extern geschürten Ängsten bestimmen lassen? Reichen mir meine (vielfältigen) eigenen Dämonen denn nicht schon? Wieso sollen andere Menschen für mein Leben verantwortlich sein? Kein Staat und keine Regierung der Welt können mir doch am Ende einen Wohlfühl-Status Quo garantieren. Kein Staat sollte mich vordergründig von der Verantwortung für mein eigenes Leben befreien. Ein zufriedenes, selbstreflektierendes und selbstbestimmtes Leben kann nur aus mir selbst entstehen.
Vielleicht ist dies etwas, was ich aus dem stetig am wirtschaftlichen Abgrund lavierenden Leben in einem so krisengeschüttelten Land wie Griechenland gelernt habe. Vielleicht verstehe ich deshalb oft diese momentanen diffusen Ängste meiner deutschen Landsleute nicht, empfinde sie manchmal geradezu als obszön – im wörtlichen Sinne des Wortes von „unanständig“ und „schamlos“. Und wenn schon nicht in diesem sehr speziellen Sinne, so doch auf jeden Fall als surreal und unreflektiert.

Sollten wir nicht angesichts der vielfältigen brennenden Probleme ein gewisses Maß an KONSTRUKTIVER Gelassenheit an den Tag legen, um neue Wege für uns alle und die kommenden Generationen zu finden?

Donnerstag, 2. Juni 2016

Wie das Leben so spielt ...

Neulich erst schrieb ich auf Bitten eines Facebook-Freundes ein paar Worte über mein momentanes Dasein als Selbständige hier in Griechenland. Wie das dann so geht ... eine Freundin schickte meinen Bericht ihrer Freundin, diese empfahl, meinen Text an eine Redaktion in Stuttgart weiterzuschicken ... etc.

Wie das Leben manchmal so spielt. Vor ein paar Tagen rief mich dann eine Redakteurin aus Stuttgart an und wollte mehr über mich erfahren. Und so fand ich heute meinen Blogbeitrag von neulich in der online-Version des Kontaktmagazins in Stuttgart. Das hat mich unendlich gefreut ...

http://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/270/arbeiten-im-teufelskreis-3662.html


Dass meine so "privaten" Kommentare hier auf meinem Blog es mal in eine Zeitung schaffen werden, hätte ich mir im Leben nicht träumen lassen ... Ein herzliches Dankeschön an meine Freundin auf Lesbos, die dies so tatkräftig unterstützt hat!