Mittwoch, 31. Dezember 2014

For last year's words belong to last year's language. And next year's words await another voice. And to make an end is to make a beginning. ― T.S. Eliot

Das Jahr neigt sich nun seinem Ende zu.
Fazit: Es gab Gutes und Schlechtes, Krummes und Gerades, um nochmals mit Fontane zu sprechen. Bitterkeit wegen all der Schwierigkeiten ist keine geblieben, allenfalls "a bisserl" Erschöpfung und Enttäuschung gestehe ich mir zu!
Vorrangig jedoch ist Dankbarkeit geblieben, Bescheidenheit tut not, denn es gibt im Leben immer auch noch Schlimmeres: die Möglichkeiten der Abwärtsspirale sind unendlich...

Dürfte ich mir persönlich etwas wünschen für das Neue Jahr, dann, daß es nicht schlechter werde als das eben endende...

Dürfte ich der Welt etwas wünschen für das Neue Jahr, dann, daß wir endlich Menschen werden...

Und natürlich darf das Jahr heute in meinem kleinen Blog nicht "unliterarisch" enden:


Wünsche zum neuen Jahr
Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.
Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut.
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut.
In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.
Und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät.
          Ziel sei der Friede des Herzens.
                Besseres weiß ich nicht.
(Peter Rosegger, 1843-1918)

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen ein Neues Jahr, 
nicht schlechter als das alte!
ΚΑΛΗ ΧΡΟΝΙΑ!






Montag, 29. Dezember 2014

Jeder erzählt Anekdoten über das, was ihm widerfahren ist, und durch die bloße Tatsache, daß er es erzählt, entstellt und verdreht er es schon....- Javier Marias

Tiefgründige Schriftsteller-Weisheiten finden sich in dem Buch, das ich vor dem Jahresende noch fertiggelesen habe: Javier Marias, Autor der so wunderbaren Romane "Dein Herz so weiß", "Aller Seelen", "Morgen in der Schlacht denk an mich" und "Die sterblich Verliebten" schreibt nun in diesem Buch über das Schreiben selbst.
So gibt es auch keine Handlung, sondern eigentlich nur eine Anreihung von Einsichten in seine schriftstellerische Praxis und die Reflektion über die Reaktionen auf seine Bücher , vor allem geht es um seinen Oxford-Roman "Aller Seelen".  Marias geht dabei der Frage nach, wieviel, auf welche Weise und warum selbst Erlebtes in seinen eigenen Roman Eingang gefunden hat. Das war stellenweise echt hochinteressant, oft auch amüsant. Es versteht sich von selbst, daß man diesem Mann gerne "zuhört", nach wie vor schreibt er einfach in einer wunderbaren Sprache - selbst in seinen ellenlangen Sätzen läßt man sich gerne verzaubern. Dem Leser wird dieser Autor ein gutes Stück nähergebracht.
Deshalb will ich das Buch hier nur kurz denjenigen empfehlen, die Javier Marias Romane auch gelesen haben!!!

Ich bin nicht der erste Schriftsteller und werde auch nicht der letzte sein, 
dessen Leben durch das bereichert oder verdammt oder nur verändert wird, 
was er erdacht oder erdichtet und geschrieben und veröffentlicht hat.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachten

Eines der schönsten Weihnachtsgedichte möchte ich heute in aller Kürze Euch, meinen geduldigen Blogbesuchern, widmen. Ich danke Euch für Eure treue "Mitleserschaft", Eure Kommentare und Anregungen!


In diesem Sinne wünsche ich Euch ein Frohes Fest mit Euren Lieben und ruhige Weihnachtstage mit etwas Zeit zum Besinnen - 
und zum Lesen natürlich!
 Καλά Χριστούγεννα!

Dienstag, 23. Dezember 2014

Rückbesinnung....

Nun sind die letzten Verkaufstage dieses Jahres fast vorbei, nur noch ein Nachmittag und ein langer Abend mit anschließendem Abbau der Stände stehen an....
Wie ich schon berichtete, war die Entscheidung mehr als falsch gewesen, dort noch teilzunehmen.
Das Besucheraufkommen war so gering, daß es den meisten Ständen nicht einmal gelang, die Kosten zu erwirtschaften. Die Enttäuschung ist groß, jeder hatte noch mit einem kleinen Zubrot zum Jahresende gerechnet. Und ob der schlechten Organisation machte sich gestern hie und da auch ziemlicher Unmut breit. Aber - und das ist die Verantwortung eines jeden Ausstellers dort - wir müssen uns endlich an den Gedanken gewöhnen, daß die Krise real ist und sich vor Weihnachten natürlich nicht einfach in Luft auflöst...Irreales Wunschdenken hat noch Keinen weiter gebracht.
Für mich selbst bleibt nach diesem anstrengenden Jahr und diesen allerletzen Tagen vor dem Fest nur ein Fazit: Rückbesinnung ist angesagt.
Rückbesinnung auf die wesentlichen Belange meiner kleinen Werkstatt und vor allem Rückbesinnung auf meine eigene Intuition. Bei all den Anstrengungen, die ich dieses Jahr unternommen habe, war natürlich die Hoffnung auf etwas mehr Erfolg das Ausschlaggebende, aber in der Rückschau weiß ich, daß diese Hoffnung bei mir immer mit instinktiven Vorbehalten gepaart war, die sich im Nachhinein als vollkommen berechtigt erwiesen.
Dies war eine der wichtigsten Lehren, die ich aus dem letzten Jahr für mich ziehen muß:
Trotz all der Schwierigkeiten und der weiter bestehenden Krise muß ich wieder selbstbewußter werden und meinem ganz eigenen Gefühl wieder mehr vertrauen! Zu schnell läßt man sich verunsichern, allzu leicht gibt man in einer solchen Krise sein auf langjähriger Erfahrung basierendes kritisches Denken auf. Man wird allzu leicht beeinflußbar, man verfällt zu schnell in hektischen Aktionismus und läßt sich auf zu viele und zu ungewisse geschäftliche "Abenteuer" ein...
Doch gerade diese kritischen Zeiten verzeihen keine solch gravierenden Fehler, man bezahlt am Ende zu teuer dafür, und so muß ich zuallererst mich selbst anklagen und mich endlich wieder "auf den Rückweg" begeben, in Vertrauen auf mein eigenes Urteilsvermögen...
Vielleicht das Beste, was ich mir für das kommende Jahr vornehmen kann!!!



Samstag, 13. Dezember 2014

Bilanzen und Wohlfühlliteratur....

Kennt Ihr das Gefühl, wenn man instinktiv weiß: bis hierher und nicht weiter!?
Genauso erging es mir die letzten Tage. Verbunden mit einer fiesen Erkältung schlich sich die Gewißheit ein, daß so kurz vor Weihnachten irgendwie "die Luft raus ist"....
Ich meine damit meine nicht enden wollende Produktivität nachmittags und abends. Vielleicht ist das nahende Weihnachtsfest daran schuld, vielleicht ist es einfach die Erschöpfung nach den letzten Monaten, die angefüllt waren mit Verkaufstagen, die mit viel Vorbereitung, viel physischem und vor allem psychischem Stress verbunden waren. Jetzt steht für dieses Jahr noch ein letzter Basar an, der ganze 3 Tage dauern wird...
Ich will mich nicht in die eigene Tasche lügen: Die letzten beiden Adventswochenenden bieten dem Verbraucher eine unübersichtliche Anzahl von professionellen und nicht-professionellen Basaren an. Wo soll er zuerst hingehen und sein schmal bemessenes Budget ausgeben??? Meine Entscheidung, dort doch noch mitzumachen, war sicher falsch, aber aus Fehlern lernt man manchmal auch!
Zeit deshalb, endlich Bilanz zu ziehen:
Es ist schwierig für uns, die wir kein festes Gehalt am Ende des Monats auf unserem Konto vorfinden. Wie schon gesagt, vor allem viele junge Leute hier versuchen, sich durch Handgemachtes irgendwie über Wasser zu halten. Jeder versucht, ein winziges Stück von der Torte abzubekommen und vielleicht durch die Teilnahme für seine Produkte zu werben. Die Erfahrung der letzten Monate hat mich allerdings gelehrt, daß der Werbeeffekt geringst ist, allenfalls darf man sich über ein klitzekleines Zubrot freuen; wenn ich jedoch den Aufwand, die Materialien und die unzähligen Arbeitsstunden in der Rückschau in die Waagschale lege, bleibt ein absolutes Ungleichgewicht zu meinen Ungunsten zurück (ausgenommen natürlich der Deutsche Weihnachtsbasar, der allein schon von den Besucherzahlen her nicht mit den anderen Verkaufstagen zu vergleichen ist).
Zuvieles wurde so in den letzten Monaten vernachlässigt, nicht zuletzt auch die Werkstatt selbst, die ja mein eigentlicher Broterwerb ist. Deshalb habe ich beschlossen, daß diese drei Verkaufstage für eine lange Zeit die letzten sein werden... Zuvieles hat sich angestaut, was in der Werkstatt erledigt werden muß. Zuviele neue Konzepte für den Eshop haben in meinem Kopf feste Formen angenommen, nur Zeit zur Verwirklichung blieb keine. Und ich muß mir eingestehen, daß ich schon rein physisch nicht mehr in der Lage bin, den alltäglich anstrengenen Werkstattsjob mit weiteren Wochenendverkaufstagen zu belasten - auch dies ein Tribut, der dem zunehmenden Alter zu zollen ist.
Deshalb habe ich Einiges, was ich eigentlich noch herstellen wollte für das nächste Wochenende, kurzerhand "gestrichen". Und so konnte ich mich endlich mal wieder ohne schlechtes Gewissen abends mit einem Buch auf meiner Couch einkuscheln...
Nett geschriebene Wohlfühlliteratur war angesagt, und die beiden Bücher von Jojo Moyes fallen definitiv in diese Kategorie. Ich will sie hier nicht rezensieren, die Meisten von Euch kennen sie wahrscheinlich eh. Ihr erstes Buch habe ich hier im Blog schon einmal vorgestellt, die beiden anderen kann ich ebenfalls all jenen empfehlen, die einfach etwas unverfänglich Herzerwärmendes lesen wollen....und so schwelge auch ich noch im dritten Buch "Weit weg und ganz nah"...wie gut, daß Wochenende ist!


Freitag, 12. Dezember 2014

Der numerisch gestresste Leser....

Wieder mal mit einigen Tagen Verspätung reagiere ich hier auf Ninas letzte Montagsfrage, die da lautete:
Habt Ihr Eure Leseziele für 2014 erreicht?

Darauf möchte ich antworten, da ich mich schon länger frage, wenn ich mich so durch verschiedene Bücherblogs lese, warum Viele glauben, man müßte oder könnte sich beim Lesen Ziele setzen.
Da zählt tatsächlich so mancher Blogger die Bücher, die er pro Monat oder Jahr gelesen hat - und dann kann ich das nicht nachvollziehen. Darum kann es nicht gehen, denn Lesen ist wie Leben: man kann nie wissen, was so um die nächste Ecke kommen wird!
Ich kann im Geiste keinen Leser begleiten, der sich durch die Bücher "ackert", nur, um dann darüber bloggen zu können und ein weiteres Buch auf seiner Strichliste eintragen zu können. Unsere Bücherregale sind kein Buffet mit der Aufschrift "All you can read"! Darum geht es beim Lesen und bei der Literatur nicht. Wir sind - wie ich schon einmal in einem anderen Zusammenhang geschrieben habe - leider keine von der Welt abgeschiedenen Mönche in einer Klosterbibliothek, die nichts anderes zu tun haben als zu lesen. Nein, wir alle stehen irgendwo im Leben, haben unsere Arbeit, unsere Familien und weitere Verpflichtungen. Lesen ist für die meisten von uns ein Hobby, für den Einen mehr, für den Anderen weniger wichtig. Ich gehöre sicher zu den Ersteren, aber dennoch bin ich bis heute noch nie auf die Idee gekommen, mir zu notieren, welche und wieviele Bücher ich in einem Jahr gelesen habe! Was hätte ich denn auch davon?
Deshalb habe ich mich schon aus vielen Buchblogs wieder "ausgeklinkt", weil die schiere Durchnummerierung und Rezension von hastig rezipierten Büchern mir kein Anreiz sein kann. Als Buchblogger muß ich auch nicht jedes gelesene Buch erwähnen, geschweige denn mitzählen und der Welt mitteilen, wieviele Bücher ich dieses Jahr wieder "geschafft" habe...welch Horrorvorstellung:  
der numerisch gestresste Leser!
"Leseziele" kann ich nur in einem Sinne akzeptieren, wenn es sich darum handelt, ein bestimmtes Buch endlich lesen zu wollen. Nur in diesem konkreten Sinne habe ich mir schon mal ein Ziel gesetzt, wie z.B. bei meiner Ulysses-Lektüre im vorletzten Sommer. Aber dies sind zeitindifferente Ziele, die sich aus der Lebenssituation heraus ergeben....
Deshalb: ich werde mich hüten, mir für das kommende Jahr irgendwelche "Leseziele" zu setzen oder darüber zu sinnieren, ob ich mein "Leseziel 2014" erreicht habe!

Igitt.....

Sonntag, 7. Dezember 2014

Ustinovs Sonntagsgruß....

Auch von mir heute ein kurzer und bündiger Sonntagsgruß:
So ganz stimmt das natürlich nicht immer, vor allem, wenn schönes Wetter ist, das dann zu einem Spaziergang mit einer lieben Freundin im nahegelegenen Park einlädt - zum Durchatmen und zum Sammeln von Eicheln, Ästen, Zapfen für weitere Weihnachtsbasteleien!
Aber viele Sonntage verbringe ich tatsächlich genau so, wie Ustinov es sagte....ohne Socken, aber mit Buch!



Freitag, 5. Dezember 2014

Das Hohe Haus...

Neulich stieß ich auf den Video-Mitschnitt einer szenischen Lesung von Roger Willemsen, der dort Auszüge seines letzten Buches "Das Hohe Haus - Ein Jahr im Parlament" zum Besten gibt. Beim Weihnachtsbasar fiel mir das Buch dann sozusagen in den Schoß.
Roger Willemsen: Germanistik- und Philosophiestudium, bekanntgeworden durch diverse Interviewreihen und Moderationen im Fernsehen, ein hochintelligenter Mensch, der dazu auch noch überaus spritzig, tiefgründig und humorvoll ist.
Er setzte sich ein Jahr lang in Deutschlands "Hohes Haus" und beobachtete das politische Tagesgeschäft, wie es sich im Plenarsal des Reichtags abspielt. Seine Schreibweise ist nachdenklich, launisch, pointiert, im guten Sinne zynisch, mit bissigem Humor. Im ersten Kapitel schreibt er:
Es ist ein ordinärer Impuls, sich von der Kanzlerin [...], sich von der Volksvertretung insgesamt nicht vertreten zu fühlen. es ist der billigst zu habende Dünkel, sich als das Individuum zu verstehen, das im Kollektiv nicht aufgeht. Was ich aber über meine Repräsentation im Parlament weiß, beziehe ich aus sekundären Quellen des Nachrichtenjournalismus. Ich unterstelle ihnen Absichten, eigene Interessen, unterstelle mich trotzdem ihrer Autorität. Welche Autorität aber besitzt das Entscheidungszentrum der Demokratie, wenn ich es mit eigenen Augen sehe?
Dieser Frage versucht Willemsen nachzugehen. Um es vorwegzunehmen: wenn man nicht schon längst dem besagten "Dünkel" verfallen ist und jedweden Respekt vor Politikern und dem Parlamentarismus verloren hat, dann ist dieses Buch nur ein weiterer Nagel zum Sarg des vermeintlich hehren politischen Geschäfts.
Wenn Willemsen feststellt, "es gibt Momente, in denen man dem Parlament die Verachtung zurückgeben möchte, mit der es seine Bürger bisweilen behandelt", dann faßt so ein Satz den Gesamteindruck zusammen. Willemsens Analysen dessen, was sich dort so Tag für Tag abspielt, auf welch teilweise unsäglichem Niveau dort miteinander umgegangen wird, wie Debatten und Reden so gar nichts mit den endgültigen Entscheidungen zu tun haben, all das ist recht fesselnd. Dabei ist das Buch dank seines Autors durchaus kurzweilig, auch wenn man nach den Beschreibungen der Plenarsitzungen der ersten drei bis vier Monate sich langsam bewußt wird, daß es so oder ähnlich wohl bis zum Ende des Buches weitergehen wird. Ich bin mir nicht sicher, ob dies nun dem Autor anzulasten ist, oder, was viel schlimmer wäre, den Zuständen im Parlament. ...Trotzdem habe ich weitergelesen, weil ich Willemsens klugen und pointierten Einschätzungen dessen, was er dort so erlebte, nur zustimmen kann.
Wenn Ihr also Lust bekommen wollt auf das Buch - und vor allem keine Angst vor der unvermeidlichen Desillusionierung habt, seht Euch erstmal die Lesung hier auf youtube an, 90 höchst interessante Minuten sind garantiert!

Montag, 1. Dezember 2014

Platznöte...

Nach dem ersten Luftholen heute, nach dem Aufräumen der Werkstatt, die in letzter Zeit keiner Buchbinderei, sondern eher einer Weihnachtswerkstatt glich, mußte dann auch in der Wohnung noch Platz gefunden werden für fast 30 gebrauchte Bücher. Eigentlich hätte ich damit ein ganzes Regalbrett ausfüllen können, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Die beiden einzigen freien Wände sind mit Bücherregalen zugestellt, der Rücken des Sofas ist auch mit Bücherregalen "verschönert" und herzaubern kann ich ja keine größere Wohnung...Deshalb bin ich schon letztes Jahr auf eine Aufbewahrungsart gestoßen, inspiriert durch ein Photo von Karl Lagerfelds Bibliothek:

Der gute Mann begründet seine liegenden Bücher damit, daß er sich nicht immer den Hals verrenken wolle, wenn er ein Buch suche...
Nun, das hat durchaus seine Logik. Ich habe dann aber festgestellt, daß so schlichtweg mehr Bücher ins Regal passen, vor allem, wenn manche Regalabstände einstmals für große Bücher geplant waren und die Regale nicht verstellt werden können. Zugegeben, so schön wie sauber aneinandergereihte Bücher sieht das Ganze nicht aus, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen! Deshalb habe ich mir heute Mittag in der Werkstatt selbst "frei gegeben" (die Kunden müssen ausnahmsweise mal einen Tag länger warten - nur im Vertrauen hier gesagt) und mit Hingabe umgestapelt, und siehe da, jetzt sind alle Bücher wieder untergebracht. Einige Krimis mußten zwar ab ins Regal zur allgemeinen Literatur, aber nun will ich auch nicht zu kleinlich werden.... In Einem gebe ich Herrn Lagerfeld Recht: den Hals muß man sich tatsächlich nicht verrenken!


So mancher Leser hier wird jetzt sagen, die Frau hat vielleicht Sorgen!
Stimmt zwar, ich habe genug andere Probleme, worüber ich mir Gedanken machen sollte, aber ich versuche, mich manchmal an den kleinen Dingen zu erfreuen, wie z.B. ein Berg von Büchern für den Preis von vielleicht 5 neuen...und die Bücherwürmer unter Euch werden mich verstehen, da bin ich ganz sicher!