Montag, 28. April 2014

Wo sind nur wieder meine Schlüssel?

Das Wochenende war total verregnet...was hier in Athen sehr selten vorkommt! Den Pflanzen tut's gut - und manchmal der Seele auch, denke ich. Man hat zumindest kein schlechtes Gewissen, wenn man mal wieder keine Lust hat rauszugehen, sondern es sich mit einem Büchlein auf der Couch bequem machen will....
Also habe ich das gemacht - aber erst am Nachmittag. Am Vormittag, als es die sogenannten "cats and dogs" geregnet hat  (im Griechischen regnet es übrigens "Stuhlbeine") und es so gar nicht richtig hell werden wollte, bin ich mit meinem Frühstückskaffee erstmal ab in die "Tiefen" meiner kleinen Werkstatt....
Der beste aller Ehemänner hatte mir am Vortag nach meinen Vorlagen zwei alte Holzstücke zugesägt, und nun wollte ich in aller Ruhe darüber nachdenken, was daraus am Ende werden soll...
Die Vorgeschichte ist, daß ein paar Tage vorher eine Kundin eines meiner Holzhäuser bestellt hatte, eines meiner schönsten Stücke. Und auch wenn ich mich natürlich sehr gefreut habe, das gute Stück zu verkaufen, so tut es mir doch immer auch ganz klein wenig weh, wenn ich geliebte Einzelstücke dann doch weggeben "muß"! Das brachte mich auf die Idee, mal wieder ein oder zwei Häuschen zu basteln, um für Nachschub zu sorgen...
Jedenfalls wurde aus dem einen Kaffee noch ein zweiter, und ich bin erst am frühen Nachmittag wieder im Wohnzimmer aufgetaucht....und hier sind nun die zwei sonntäglichen "Schlüsselhäuser":


P.S. Die Kundin hat das Häuschen heute erhalten und war so angetan, daß sie nun für das Zimmer ihrer kleinen Tochter ein riesiges Bild (50 x 100 cm) bei mir bestellt hat: eine kleine Stadt aus Holzhäusern soll es werden...
Das hat mich so gefreut ! Mal sehen, wie ich den Auftrag umsetzen werde...





Samstag, 26. April 2014

Catstories....

Und weil es ja auch noch ein Leben neben den Büchern gibt, stelle ich Euch heute mal unsere kleine neue Familie vor, auf die Welt gekommen in der Nacht nach Ostermontag - also fast noch schnuckelige "Osterhäschen":
Unsere kleine Streunerin Lemonitsa, uns letzten Sommer zugelaufen, aber trotzdem weiterhin kräftig "unterwegs", wie man dem Photo entnehmen kann, hat - natürlich - Zuwachs bekommen....

Eine Pfote... und ein Pfötchen

Farben - und Vätervielfalt


Und bevor nun hier die Türschützer wieder einen Aufschrei starten, ja, ich bin schon am Suchen nach einer möglichst - sehr - preisgünstigen Möglichkeit, die kleine Mutter sterilisieren zu lassen, damit "sowas" nicht nochmal passiert! 

Aber trotzdem: ich finde die Kleinen allzu süß und freue mich auf die kommenden Wochen!
Inzwischen suche ich natürlich schon fieberhaft nach Adoptiveltern....!

Freitag, 25. April 2014

Warum sonst hättest du dein ganzes Leben damit verbringen sollen, Worte auf Papier zu bluten?

Auf dieses Buch habe ich lange gewartet. Seit letztem Jahr hing die Buchbesprechung aus Der Spiegel an meinem Kühlschrank. Noch war mir das Buch aber zu teuer, als TB ist es auch jetzt noch nicht erschienen. ABER....mir kam dann per Zufall eine günstige gebrauchte Ausgabe unter, worüber ich mich natürlich ganz doll gefreut habe!
Die meisten von Euch kennen ja Paul Auster oder haben zumindest schon mal von ihm gehört...ich verweise nur auf seine tolle New York-Trilogie!
Jetzt hat er ein Buch vorgelegt, das mit seinen Romanen nichts zu tun hat, denn hier geht es nicht um Fiktion, sondern um seine Erinnerungen. Es wäre verfrüht, hier von "Memoiren" zu sprechen, der Mann ist zur Zeit des Schreibens gerade mal Anfang sechzig. Vielmehr handelt es sich um eine Ansammlung von kleinen Erinnerungen.
Das Buch ist wundersam strukturlos, mit fast willkürlich anmutenden Zeitsprüngen in die Vergangenheit. Und so erzählt Auster äußerst offen, ehrlich und pointiert aus seinem Leben. Gerade diese "Nicht-Strukturalität" (ist das ein Wort ???? ) macht es aber auch nie langweilig. Man liest einfach so vor sich hin und läßt sich von und mit Austers Gedanken treiben. Da werden sämtliche Wohnsitze seines Lebens minutiös beschrieben, mit den für sein Leben wichtigen Begebnissen an diesen Wohnorten ausgeschmückt, da werden Krankheiten, Auslandsaufenthalte, Liebesgeschichten, Familiengeschichten und so viel mehr in lockerer Reihenfolge erzählt und mit dem Zeitabstand des fortgeschrittenen Alters neu bewertet, eingeordnet, ja manchmal geradezu seziert. Gerade deshalb wird es vermutlich nie langweilig, und man kommt dem Autor dabei näher als vielleicht in "konventionell" geschriebenen Memoiren oder Autobiografien. Ein wirklich schönes Buch!

Eine Tür ist zugefallen. Eine andere Tür hat sich geöffnet. 
Du bist in den Winter deines Lebens eingetreten.


Der Spiegel schrieb:  "Indem Auster mit geradezu obsessiver Freude seinen Gliedmaßen und Sinneswahrnehmungen nachspürt, schafft er immerhin, dass die komplette Gattung Autobiografie ausgesprochen jung wirkt. Die ewige kulturgeschichtliche Debatte um die Vormacht von Raum oder Zeit löst er dialektisch auf: Raum im Laufe der Zeit."



Blogger schenken Lesefreude.....der Countdown läuft!

Hallo liebe Mitleser!
Ich habe bei der diesjährigen Aktion zum Welttag des Buches am 23.4.2014 mitgemacht. Heute bekam ich per Post das wunderschöne Buch
"Mayas Tagebuch" von Isabel Allende 
vom Suhrkamp Verlag zugeschickt - welche Überraschung!!! Meinen herzlichsten Dank dafür an Suhrkamp!

Also, obwohl der 23.4. schon vorbei ist, möchte ich das Buch natürlich trotzdem noch verlosen.
Die Verlosung beginnt also heute, den 25.4. um 24.00 Uhr und endet am 30.4. um 24.00 Uhr. Von der Auslosung werde ich Euch detailliert berichten, damit dann auch alles mit rechten Dingen zugeht!


Hier meine kleine Aufgabe, die Ihr lösen müßt und mir die Antwort als Kommentar schicken müßt:

Da ich hier ja schon mal in einem Post über den "ersten Satz" eines Buches nachgedacht habe, lautet meine heutige Frage dementsprechend:

Wie lautet der erste Satz von Dante Alighieris "Die Göttliche Komödie"?

Sonntag, 20. April 2014

All about houses II.....

Wir haben einen schönen, geruhsamen Ostersonntag bei Freunden verbracht - bei wunderschönem Frühlingswetter....wir haben (zu) viel gegessen, viel geredet und den Tag genossen. (Nur meine allerliebste Freundin fehlte uns leider, sie mußte nach Deutschland....γειά σου Παπαρουνίτσα, μας έλειψες!)
Nun lasse ich diesen Tag ruhig ausklingen und denke wieder über meinen vorletzten Post nach, über Häuser. Seit jeher nehme ich sehr bewußt die mich umgebende Architektur wahr, all die schönen Häuser, aber vor allem auch all die architektonischen Sünden. Und oft frage ich mich dann, ob derjenige, der so etwas "verbrochen" hat, wirklich Architektur studiert hat und/oder einfach nur blind war....
Sicherlich, wie in anderen kreativen Bereichen, spielen auch in der Architektur der Geschmack, der jeweilige Trend und das verfügbare Budget eine Rolle. Trotzdem: so manch Gebäude hätte mit etwas mehr Gefühl für seine Umgebung sicherlich schöner und passender ausfallen können! Und so stelle ich immer wieder fest: Architekten haben heutzutage leider eine viel zu geringe Ausbildung in Kunstgeschichte, Design und ja, auch Philosophie! Wie anders sind viele dieser brachialen Bausünden sonst zu erklären, die uns manchmal sprachlos werden lassen, mich aber meist erzürnen?

Nun, ich bin das Gegenteil von wohlhabend, trotzdem haben mich Häuser seit jeher fasziniert, und so stelle ich mir manchmal mein "Traumhaus" vor....


Frank Lloyd Wright war einer der herausragenden Architekten, der es geschafft hat, zu seiner Zeit - Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts - modernes Design mit seiner Umgebung zu assimilieren. Er prägte den schönen Satz: 
"Form follows function - that has been misunderstood.
 Form and function should be one, joined in a spiritual union."


Nun, vielleicht ist mir in meinem nächsten Leben eines all dieser Haus gegönnt....:)
Bis dahin freue ich mich jeden Tag über meine jetzige kleine grüne Oase hier in Athen und beschäftige mich weiterhin mit meinen Basteleien zum Thema "Häuser"...bald mal mehr davon!

Samstag, 19. April 2014

Ein Osterhase...

Meine Osterwünsche an meine Freunde und Kunden auf Facebook schmückt dieses Jahr ein ganz besonderer Hase: Albrecht Dürers (1471-1528) berühmter Feldhase - der wohl bekannteste Hase der abendländischen Kunstgeschichte.....
Und weil ich dieses Bild nicht "einfach so" ausgewählt habe, möchte ich Euch darüber ein wenig erzählen:
Entstanden ist das Aquarell im Jahre 1502, gehörte zu einer ganzen Reihe von Dürers Naturstudien und gilt heute als eines der bedeutendsten Bilder der deutschen Renaissancemalerei.
Als herausragender Renaissancekünstler interessierte sich Dürer für realitätsnahe Naturstudien, ging es doch generell um den unverstellten Blick auf die Natur und nicht mehr um eine mythisch erhöhte Darstellung von Mensch und Natur. (Dieses neue Kunstverständnis und das Interesse für die Natur erkennen wir z.B. auch einige Jahre später in Leonardo da Vincis bahnbrechenden, anatomischen Zeichungen).
Die Kunstbuchautorin Angela Wenzel schrieb, daß Tierdarstellungen bis dahin immer nur "in religiöse Bilder verpackt waren. Aber jetzt kommt der Hase alleine daher. Dieser Hase ist einfach nur Hase." Liegt darin letztlich seine heutige Bedeutung?

Das Bild, mit Aquarell- und Deckfarben gemalt,  ist sehr klein, gerade mal 25x22 cm groß. Umso mehr erstaunt einen bei dieser geringen Größe die Genauigkeit der Zeichnung, man möchte fast meinen, der Hase springe im nächsten Moment quicklebendig "aus dem Bild"! Die Detailgenauigkeit begeistert den Betrachter, erkennt man im linken Auge gar ein winziges Fensterkreuz! Dies hatte übrigens zur Vermutung geführt, Dürer habe einen lebendigen Hasen in seinem Atelier gemalt - was nur schwer vorstellbar ist, denn welcher Hase sitzt schon stundenlang reglos "Modell"?!

Seit dem 18. Jahrhundert ist das Bild nun im Besitz der Wiener Albertina. Zu sehen dort ist allerdings nur eine Kopie. Das Original wird nur alle paar Jahre in der Albertina ausgestellt, um es vor Licht und Luft zu schützen. Gerade jetzt ist es aber zu sehen in der Ausstellung "Dürer, Michelangelo, Rubens". Wenn Ihr also zufällig die nächste Zeit nach Wien kommen solltet....der kleine "Osterhase" erwartet Euch!
Was malt er nicht alles, auch was man nicht malen kann, 
Feuer, Strahlen, Donner, Wetterleuchten, Blitze, und Nebelwände, 
die Sinne, alle Gefühle, endlich die Seele des Menschen.
(Erasmus von Rotterdam über Dürer)

Freitag, 18. April 2014

All about houses....

If I had been gifted in mathematics-geometry I would have studied architecture....but I wisely choose not to! It would have been a disaster, I believe. However, some years ago I attended a course about Interior Design. It was extremly interesting.  I remember that my late father (a mathematician and a gifted painter) helped me out when it came to do some technical drawings....And I remember when I had to design a piece of furniture - without my father's helping hands: apparently my drawing was awful, but I got a nice comment by my teacher: "Wonderful peace of furniture, great ideas, but your drawings need improvement. Just go on trying!"
- as I said, I am absolutely ungifted in this "area"! Nevertheless I
 finished the course. Obviously my ideas counted more than their graphic translation...
I remembered this because I decided to open an Etsy-Shop, which is based exclusively on all my crafts which relate to the idea of a house....
 ***
Wenn ich auch nur die geringste Begabung in Bereich der Naturwissenschaften gehabt hätte, hätte ich sicher Architektur studiert....aber ich war klug genug, daran nicht mal zu denken, ich wäre übers erste Semester nicht hinausgekommen!  Stattdessen habe ich vor einigen Jahren einen einjährigen Fernkurs über Innenarchitektur gemacht, der absolut toll war. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, daß mein verstorbener Vater (Mathematiker/Physiker, begabter Maler, "geschlagen" mit zwei naturwissenschaftlich vollkommen beschränkten Kindern, aus denen Philologen wurden) mir damals, schon schwer krank, mit unendlicher Geduld zur Seite stand. Als es darum ging, technische Zeichnungen anzufertigen, wäre ich ohne ihn verloren gewesen! Und ich erinnere mich, daß ich u.a. auch mal eine Kommode entwerfen sollte und mein Vater nicht mehr da war: meine Zeichnungen waren - rein räumlich gesehen - ein Desaster, und der wohlwollende Kommentar des Dozenten lautete: "Wunderschöne Ideen, nur Ihre zeichnerischen Fähigkeiten lassen zu wünschen übrig. Aber bitte nicht aufgeben!"
Haha...wie ich sagte, ich bin eine absolute Null in diesem Bereich! Den Kurs konnte ich aber trotzdem erfolgreich abschließen. Gott sei Dank zählten wohl die Ideen mehr als deren zeichnerische Umsetzung...
Ich erinnere mich an all das, weil ich vor ein paar Tagen einen Shop auf Etsy eröffnet habe, der sich nur mit dem Thema Häuser beschäftigt, also all die Dinge, zu denen ich durch das Konzept "Haus" inspiriert werde...


What matters in life is not what happens to you but what you remember and how you remember it.” ― Gabriel Garcí­a Márquez

Nur kurz aus aktuellem Anlass:
Heute verstarb leider Gabriel Garcia Marquez im Alter von 87 Jahren.



"The only regret I will have in dying is if it is not for love.”
                                                    (Love in the Time of Cholera)

Mittwoch, 16. April 2014

Ich fühlt' den Spalt in meinem Geist, als wär' mein Hirn zerteilt. Zusammennähen wollt ich es, doch blieb es ungeheilt. - Emily Dickinson

Das nächste Buch aus meinem letzens gelieferten "Gebrauchte-Bücher-Stapel":
Siri Hustvedt, Die zitternde Frau.
Meinen Lesern wird der Name irgendwo bekannt vorkommen, gehört sie doch zu den Autoren, die ich sehr gerne lese. Dies hier nun ist ein Buch, das nichts mit ihren Romanen zu tun hat, sondern von ihr selbst erzählt.
Siri Hustvedt, Ehefrau des überragenden, amerikanischen Romanciers Paul Auster und selbst eine begabte Autorin, erzählt die Geschichte ihrer eigenen Krankheit: Eines Tages, vollkommen aus dem Nichts heraus, bekommt sie während einer Rede einen "Zitteranfall". Sie wird geradezu druchgeschüttelt, kann aber gleichzeitig normal weitersprechen. Ein Rätsel!
Es beginnt daraufhin eine Odyssee von Arzt zu Arzt, zu Neurologen, Psychologen, Psychiater etc. Panikattake, Epilepsie, Migräne, Schizophrenie u.a....alles wird durchgekaut. Als niemand eine für sie befriedigende Erklärung liefern kann, beginnt sie, sich mit ihrer Historie auseinanderzusetzen. Sie macht sich auf die Suche und beginnt, alles über neurologische und psychologische Studien und Krankheitsberichte zu lesen, was ihr unterkommt. Ihr Mann meint sogar, sie sei besessen davon. So ist das Buch stellenweise auch sehr "wissenschaftslastig" - und ich habe so Manches davon auch quergelesen, weil ich grundsätzlich den kruden Naturwissenschaften noch nie sehr zugeneigt war. Aber man interessiert sich dennoch für die Person hinter ihren Romanen, die intellektuell geprägt ist und sich nicht zufrieden geben will mit den vielfältigen, schwammingen, sich auch oft widersprechenden "Diagnosen" der diversen Fachidioten, denen sie auf ihrer Suche so begegnet...
Am Ende des Buches steht nicht die allgemeingültige, wissenschaftlich fundierte Diagnose, aber ihr eigenes Fazit. Aus vielen kleinen wissenschaftlichen und psychologischen Bausteinen ergibt sich ihre Erkenntnis, daß man nicht Alles physisch, neurologisch oder gar psychologisch erklären kann und daß man sich trotzdem selbst annehmen kann:
" Im Mai 2006 stand ich unter einem wolkenlosen blauen Himmelund begann, von meinem Vater zu sprechen, der seit über zwei Jahren tot war. Sobald ich den Mund öffnete, fing ich heftig an zu zittern. Ich zitterte an jenem Tag, und an anderen Tagen zittere ich wieder. Ich bin die zitternde Frau."

Montag, 14. April 2014

Ein Rätsel, diese Welt. Noch war sie nicht fertig mit ihr. - Elizabeth Strout

Back to the roots: Heute mal wieder eine Buchempfehlung.....
(Saul Bellow und seinen Regenkönig habe ich schweren Herzens wieder zurückgestellt, noch immer ist auch "seine" Zeit nicht gekommen, so mein Bauchgefühl! Aber wird schon noch werden...)

Unter einigen gebrauchten Büchern, die vor einigen Tagen per Post ankamen (juhu - ein Gefühl wie Weinachten!), pickte ich mir erstmal Elizabeth Strout, Mit Blick aufs Meer, heraus...
Erschienen 2012, will ich dieses Buch hier erwähnen, weil es doch irgendwie besonders ist.
Elizabeth Strout, die 2009 dafür den Pulitzer-Preis gewonnen hat, gehört zu den zeitgenössischen nordamerikanischen Autoren meiner Generation. Mit Blick aufs Meer ist ein leises, aber sehr intensives und hintergründiges Buch.
Strout entwirft den Mikrokosmos einer Kleinstadt im nordöstlichen Staat Maine. Sie beschreibt das Leben über mehrere Jahre hinweg in dieser amerikanischen Kleinstadt anhand abgeschlossener Kapitel, die, für sich selbst genommen, fast wie Kurzgeschichten anmuten, wäre da nicht die Verbindung der einzelnen Kapitel durch Olive Kitteridge, eine der Protagonisten (so auch der Titel des amerikanischen Originals).  Da entstehen Lebensläufe und Lebensfragmente einzelner Bewohner dieser Stadt: Geplatzte Träume, geglückte oder mißglückte Ausbrechungsversuche, große und vor allem die kleinen Tragödien....Der alltägliche Wahnsinn eben, dem wir alle irgendwie ausgesetzt sind und der unser aller Leben ausmacht.
Wie gesagt, kein Buch, das man bejubeln muß, aber eine interessante Lektüre für jene, die in solchen Kleinstädten aufgewachsen sind oder noch dort leben und sich in die entsprechende Mentalität dieser kleinen Welten einfühlen können - und das gilt nicht nur für das fiktive amerikanische Städtchen Crosby, sondern für alle Kleinstädte, die uns ihre fragwürdigen Moralvorstellungen, die damit verbundenen Restriktionen und oft auch Lebensentwürfe aufdiktieren wollen....inklusive der sporadischen Ausbrüche und unterschwelligen Monströsitäten mancher Bewohner! Die FAZ schrieb: "Warmherzig, anrührend, lebensklug".

Sonntag, 13. April 2014

Für die "Bettleser"....

Aus Zeitmangel nur ein kurzer Beitrag heute für die Freunde von


Dieses Tucholsky-Zitat fand ich neulich auf facebook, und da ich zu den passionierten "Bettlesern" gehöre, amüsierte ich mich natürlich köstlichst:






Recht hat der Mann!!!

Freitag, 11. April 2014

Birthstories....

Sometimes there are moments I really love my job:

We were invited to show our products during a workshop of one of our clients - one of the best photographers in Greece with endlsess inspiration...
Therefore it was a real challenge to create a special presentation box for his absolutely wonderful baby albums....(www.birthstories.gr).
                                                                    ***
Es gibt noch Zeiten, wo ich meinen Job liebe:

Wir wurden eingeladen, unsere Produkte während eines Workshops eines unserer Kunden zu präsentieren, dem zur Zeit wohl besten Photographen in Griechenland - mit unermüdlichen Ideen....
Deshalb war das auch wirklich eine Herausforderung, ihm eine Präsentationsbox zu kreieren für seine herausragenden Babyalben....

I gave it a lot of thinking and I worked on it for days, but finally I did it :
Ich habe tagelang darüber gebrütet, habe es aber am Ende doch noch geschafft:


Montag, 7. April 2014

Art is much less important than life, but what a poor life without it. - R. Motherwell

Heute war ich bis zum frühen Abend durchgehend in meiner Werkstatt (mußte ja auch den "geschwänzten" Freitag wieder reinholen). Aber abgesehen davon, wollte ich ein paar neue Sachen ausprobieren, auch, um ein wenig der alltäglichen Arbeit zu "entgehen"...
Viele glauben ja, man könne sich in so einer Werkstatt Tag für Tag "künstlerisch ausleben". Aber das stimmt natürlich so nicht. Aufträge müssen hergestellt werden, Kunden persönlich, per email oder telefonisch betreut und beraten werden, manche Kunden strapazieren meine Geduld unendlich und nicht jedes Stück, das man dann herstellen muß, gefällt einem ja auch. Außerdem entwickelt man - wie in jedem Job - auch so seine Vorlieben und Abneigungen. Kurz und gut: irgendwie geht es uns allen gleich, vielleicht nur mit dem Unterschied, daß ich mein eigener Herr bin. Aber ich bin wahrscheinlich selbst mein schärfster Kritiker und unerbittlichster Chef!
Aber heute lief der Tag ganz gut, draußen war es trüb und regnerisch, und so hatte ich Lust, am Nachmittag mal wieder an neuen Dingen für meinen e-shop und daWanda rumbasteln. Manches muß nun noch auftrocknen, arrangiert oder photographiert werden.
Fertig geworden sind allerdings ein paar nette Lesezeichen: Aus einem ausrangierten Lexikon habe ich mir Seiten mit Abbildungen von Gemälden berühmter Maler herausgesucht, die Blätter auf schönen Fotokarton geklebt und auf Lesezeichengröße zugeschnitten:


Und meinen Lesern, die ab und an meine Tutorials verfolgen, muß ich ja nicht mehr explizit erklären, wie es geht! Ich sage nur: pressen, pressen, pressen.....irgendwann ist das Kind dann da! :)

Sonntag, 6. April 2014

Der erste Satz...

Guten Morgen bei
Ich nehme ausnahmsweise Bezug zu einem Post von letzter Woche, weil ich glaube, daß er ganz gut auch hierher paßt:

William Faulkner sagte einmal: 
"Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will."

Im Jahre 2007 gab es einen Wettbewerb der Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung Lesen, der nach dem schönsten ersten Satz eines Buches fragte. In der Einleitung zum Wettbewerb hieß es:
„Der erste Satz ist wichtig. In der Liebe wie auch in der Literatur.
Ein guter erster Satz entscheidet oftmals schon darüber, ob wir uns in einen Menschen oder in ein Buch verlieben, ob wir berührt werden und uns voller Neugier auf das Versprechen einer guten Geschichte einlassen.“
Es ging in dem Wettbewerb auch um die anschließende Begründung, warum dieser erste Satz den Leser dann so von der Geschichte eingenommen hatte, daß er entschied, sich auf das Buch einzulassen. Und ich fragte mich, wie die ersten Sätze der von mir besonders geliebten Bücher eigentlich lauten....



Das war aus Virginia Woolf, Mrs. Dalloway, eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

Dieser lapidare Satz wirft natürlich gleich die entscheidenden Fragen auf, die man nur durch das Lesen des Buches beantwortet bekommt: Wer ist diese Frau, warum kauft sie Blumen und warum selbst?
Und da bin ich doch eigentlich schon mitten in der Geschichte!

Und nun die Frage an Euch! Welcher erste Satz hat Euch dazu animiert, eines Eurer Lieblingsbücher dann auch zu lesen?


Freitag, 4. April 2014

Jeder Abschied ist ein kleiner Tod....

...habe ich mal irgendwo gelesen...Der Lufthansa-Streik hat uns und unserer Tochter noch einen Tag mehr zusammen beschert. Und so habe ich -wirklich ausnahmsweise- in meiner Werkstatt mal einen Tag "geschwänzt" und mit meiner Tochter einen ausgiebigen Spaziergang durch die Athener Altstadt gemacht. Das Wetter war zwar etwas diesig, der Frühling zeigte sich aber von seiner besten Seite, und so beschlossen wir, die Photokamera mitzunehmen und uns einfach mal durch die schöne Altstadt unterhalb der Akropolis treiben zu lassen. Ein wunderschöner Tag, ein wunderschöner gemeinsamer Abschluß nach 3 intensiven Wochen im "Hotel Mama"!!!
Hier ein paar Impressionen unseres Spaziergangs...


Die Akropolis im dunstigen Morgenhimmel
 Historie überall...

Alles blüht schon...
 
Im Gewirr der Gassen
Gelungene Restaurierungen...

Kurioses im Ladenviertel der Plaka...
Besser so als andersherum!
"Kleine" Stärkung gefällig?

Und zum Abschluß ein Capuccino mit Blick auf die Akropolis!