Montag, 24. Dezember 2012

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus.... Joseph von Eichendorff

Vor nur 2 Tagen habe ich gepostet. Seitdem erscheint es mir als sei eine Ewigkeit vergangen: vielleicht gehört es nicht in diesen Blog, aber vor fast genau 21 Stunden ist meine liebe Mami ganz plötzlich verstorben. Ich hatte das unsagbare Glück, noch rechtzeitig bei ihr sein zu können und sie auf ihrem letzten Weg begleiten zu können.
Nun ist eine neue Nacht hereingebrochen, ich sitze in unserem Haus in Deutschland, versuche endlich, ein wenig Ruhe zu finden und mir bewußt zu werden, dass ich von nun an ohne meine Eltern weiterleben muß....alles ist noch so irreal.
Berlin - die Geburtsstadt meiner Mutter
Ich bin nun seit mehr als 40 Stunden auf den Beinen und sollte endlich schlafen gehen. Und trotz meiner zutiefsten Erschöpfung lassen meine Gedanken keine Ruhe zu. Zuviel ist auf mich eingestürmt in diesen letzen Stunden....
Ich habe noch nie einen geliebten Menschen in seinen letzten Stunden begleiten können, immer kam ich notgedrungenermaßen zu spät, wie bei meinem Vater (das Los all derer, die im Ausland leben....). Ich bilde mir jetzt ein, daß Mami auf mich gewartet hat, auch wenn sie schon auf ihrem letzen Weg war. Und so schwer diese Erfahrung der letzten Stunden für mich zu verarbeiten ist, so erfüllt sie mich andererseits mit unendlicher Dankbarkeit: Mami mußte nicht allein gehen, sie hat hoffentlich gespürt, daß sie nicht allein war. Sie glitt am Ende ganz ruhig ins Nichts, ich habe ihren allerletzen Atemzug miterleben dürfen -  diesen unendlich erleichterten Aushauch der Seele.
Was haben wir nicht alle schon über den Tod gelesen! Wie tröstlich und ergreifend schaffen es viele Autoren, uns den Tod nahezubringen! Aber letztendlich ist es nur diese eigene Erfahrung - wenn sie einem denn zugestanden wird - , die es uns möglich macht, den Tod als ein natürliches Ende eines Weges zu begreifen.
Und ich habe in den letzten Stunden begriffen, daß der Tod (sofern er nicht unendlich qualvoll ist) nichts Furchteinflößendes hat. Und ich begreife nun diese Erkenntnis endlich als das größte Geschenk, das mir meine Mutter am Ende ihres Lebens noch gemacht hat!!!!
Sie wollte nicht mehr leben, sie hat es mir oft gesagt in den letzten Monaten. Sie wußte genau, ich wollte sie nicht gehen lassen, und doch hat sie ihren Willen am Ende durchgesetzt. Ich weiß auch, ich hätte es ihr leichter machen sollen, ich hätte ihr mein Zugeständnis geben sollen, ich hätte ihr die Entscheidung einfacher machen sollen. In unserem letzten Gespräch versuchte ich noch mit allen Mitteln, ihr Lebensmut und Zuversicht einzuflößen, ihr sogar mit verzweifelten, harten Worten einen letzten Lebenswillen einzuhauchen.  Ich weiß jetzt, dies war falsch, furchtsam und egoistisch. Ich weiß, daß sie bereits da schon ihren letzen Weg unwiderruflich begonnen hatte. Ich weiß, daß sie mich nicht verletzen wollte und doch nicht bereit war nachzugeben. Sie hat auf ihr Recht auf Selbstbestimmung bestanden. Sie hat den Ärzten klargemacht, daß sie ein Mensch ist mit dem Recht, sein Ende selbst mitzubestimmen. Und dies nötigt mir eine solch unendliche Demut ab!!! Ich glaube nicht, daß ich auf meinem letzen Weg je zu solch einer Entschlossenheit und Furchtlosigkeit fähig sein werde. Aber so mutig war meine geliebte Mutter! Und ich muß mich vor ihr verneigen, einer 84jährigen Frau, die für sich selbst entschlossen hatte, innerhalb nur weniger Tage zu gehen, weil sie den Kreis nun für sich geschlossen hatte.
Ich schreibe hier das Gedicht, das ich ihr u.a. vorgelesen habe, in dieser unserer letzten Nacht, in der Hoffung, sie könne es noch hören, weil sie Lyrik über alles liebte:

Mondnacht

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
 

Joseph von Eichendorff
 

                                        

Freitag, 21. Dezember 2012

Your library is your paradise. - Erasmus

In meinem letzten Post habe ich darüber nachgedacht, mal all die Bücher aufzulisten, die in meinen Regalen stehen und es wert waren gelesen zu werden.
Eine ähnliche Überlegung haben nun einige andere Leseratten in ihren Blogs umgesetzt und persönliche Listen der 100 Bücher erstellt, von denen sie beeindruckt waren. Finde ich eine nette Idee und werde mich anschließen....
Hier also meine 100 Bücher, die ich niemals weggeben könnte...(weil ich sie doch eines Tages wieder lesen will oder schon längst einmal wieder gelesen habe!)

1  Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie
2             "             , Das Neue Leben
3  Homer, Die Odyssee
4  Goethe, Faust
5          "    , Italienische Reise
6  Umberto Eco, Das Foucaultsche Pendel
7         "             , Der Name der Rose
8  Bocaccio, Der Dekameron
9  Victor Hugo, Notre Dame von Paris
10 Giorgio Bassani,  Die Gärten der Finzi-Contini
11            "              ,  Die Brille mit dem Goldrand
12 Italo Calvino, Wenn ein Reisender in einer Wintersnacht
13 Jonathan Frantzen, Die Korrekturen
14 Isaac B. Singer, Feinde, die Geschichte einer Liebe
15             "           , Verloren in Amerika
16 Andre Kaminski, Nächstes Jahr in Jerusalem
17 Peter Handke, Mein Jahr in der Niemandsbucht
18 Hanns-Josef Ortheil, Die Nacht des Don Juan
19    "                           , Die Erfindung des Lebens
20 Javier Marias, Mein Herz so weiß
21 Carlos Ruiz Zafon, Der Schatten des Windes
22 Abraham B. Jehoschua, Die fünf Jahreszeiten des Molcho
23 Alessandro Baricco, Novecento
24 Jane Austen, Stolz und Vorurteil
25 Emily Bronte, Sturmhöhe
26 Charlotte Bronte, Jane Eyre
27 Patricia Highsmith, Venedig kann sehr kalt sein
28            "                  , Der talentierte Mr. Ripley
29 Fruttero&Lucentini, Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz
30             "                  , Die Sonntagsfrau
31 Dacia Maraini, Die stumme Herzogin
32 Virginia Woolf,  Mrs. Dalloway
33 Michael Cunningham, Die Stunden
34      "                            , Ein Zuhause am Ende der Welt
35 Patrick Süßkind, Das Parfüm
36 Simone de Beauvoir, Das zweite Geschlecht
37 Harry Mulisch, Die Entdeckung des Himmels
38 Elsa Morante, La Storia
39 Philipp Roth, Der menschliche Makel
40 Gabriel Garcia Marquez, Die Liebe in den Zeiten der Cholera
41 Jean Paul Sartre, Geschlossene Gesellschaft
42              "            , Die Wörter
43 Marlen Haushofer, Die Wand
44 Christoph Ransmayr, Die letzte Welt
45 Susanna Tamaro, Geh wohin dein Herz dich trägt
46 Charles Dickens, Große Erwartungen
47 Richard Yates, Zeiten des Aufruhrs
48 Truman Capote, Kaltblütig
49 Oscar Wilde, De Profundis
50      "              , Bunbury
51 Bernhard Schlink, Der Vorleser
52 Jorge Amado, Gabriela wie Zimt und Nelken
53 Sandro Veronesi, Stilles Chaos
54 Ken Follet, Die Säulen der Erde
55 Richard David Precht, Wer bin ich - und wenn ja, wieviele?
56 Dan Brown, Der DaVinci-Code
57 Gustave Flaubert, Madame Bovary
58 Saint-Exupery, Der kleine Prinz
59 Primo Levi, Das periodische System
60 Milan Kundera, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
61 Hans Sahl, Die Wenigen und die Vielen
62 Henry Miller, Wendekreis des Krebses
63 Paul Mercier, Nachtzug nach Lissabon
64 Oriana Fallaci, Ein Mann
65 E.M. Forster, Zimmer mit Aussicht
66 Shakespeare, Romeo und Julia
67        "            , Sonette
68 Emile Zola, Nana
69 Ch. de Laclos, Gefährliche Liebschaften
70 Sten Nadolny, Die Entdeckung der Langsamkeit
71 Agatha Christie, Tod auf dem Nil
72 Honore de Balzac, Glanz und Elend der Kurtisanen
73 Jean-Claude Izzo, Die Marseille Trilogie
74       "
75       "
76       "                     , Aldebaran
77 Paul Auster, Die New York-Trilogie
78  "
79 "
80 Frank Schätzing, Der Schwarm
81 Francoise Sagan, Bonjour Tristesse
82 Jean Genet, Notre-Dame-des-Fleurs
83 Emily Dickinson, Gedichte
84 Robert Schneider, Schlafes Bruder
85 Alan Bennett, Die souveräne Leserin
86 Arthur Schnitzler, Reigen
87 Albert Camus, Die Pest
88 Andrea Camilleri, Der Hund aus Terrakotta
89 Isabel Allende, Das Geisterhaus
90 Gerhard Polt, Circus Maximus
91 John Irving, Das Hotel New Hampshire
92 "         "      , Garp und wie er die Welt sah
93 Zsuzsa Bank, Die hellen Tage
94 Anna Seghers, Das Siebte Kreuz
95 Thomas Mann, Der Tod in Venedig
96 Pablo Neruda, Sonette
97 William Thackeray, Jahrmarkt der Eitelkeit
98 Amos Oz, Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
99 Alberto Moravia, Die Römerin
100 Alberto Manguel, Eine Geschichte des Lesens

Nun ist die Liste endlich geschafft (war gar nicht so einfach). Natürlich muß ich mich nun aber fragen, was es mir gebracht hat.... Folgendes fiel mir auf:
1. Beim Durchsehen der Bücher stellte ich fest, daß noch immer eine Menge dabei ist, die ich wohl doch kein zweites Mal mehr lesen werde (und die ich endlich mal weggeben sollte).
2. Es ist unheimlich schwer, sich ehrlich die Frage zu beantworten, ob man dieses oder jenes Buch letztendlich für so wichtig hält, um es in diese Liste aufzunehmen (100 sind nicht allzu viele....).
3. Mancher Autor hat mehrere gute Bücher geschrieben, welches davon soll ich auflisten?
4. Bei vielen Büchern, die ich vor Jahren oder in einer ganz speziellen Lebenssituation gelesen habe, muß ich mich fragen, ob ich bei erneutem Lesen wieder so beeindruckt wäre wie damals.
5. Und das Allerschlimmste: Sicher kann ich mich an viele Bücher, die ich vor zig Jahren gelesen habe, nicht mehr richtig erinnern!!
I love my books......
Um das Ganze für mich nun abzuschließen, müßte ich aber eigentlich noch eine Liste derjenigen Bücher erstellen, die in meinem Regal stehen und ungeduldig darauf warten, daß ihre Zeit endlich gekommen ist: Schuld und Sühne, Ulysses, Krieg und Frieden, Die Dämonen, Die Strudlhofstiege, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Mephisto, Die Buddenbrooks, Reise ans Ende der Nacht, und und und....tja, da sind  die "harten Brocken" dabei, die man nicht mal so "nebenbei" lesen kann. Für diese Bücher müßte ich richtig Zeit haben ....(aber Zeit fehlt mir irgendwie immer, deshalb habe ich sie wahrscheinlich auch noch nie so richtig in Angriff genommen und oftmals nach einigen Seiten wieder "vertagt"! Shame on me!).

Sollte ich vor Weihnachten nicht mehr dazu kommen, wünsche ich Euch schon jetzt 

                          

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Literature enriches the necessary competencies that daily life requires and provides; and in this respect, it irrigates the deserts that our lives have already become. - C. S. Lewis


Literature was always my way to take a break from reality.  Literature certainly influenced my way of living, my ideas about the world. With a book in my hands, I always felt on the safe side....sometimes I cannot wait the weekend to come to pass some hours reading, I never ever fall asleep without having read at least some pages and I always start my day with a cup of hot coffee and some more pages...(my husband knows that there is no way to have a conversation with me early in the morning!).
Probably this is so, because I grew up with books:
One of my first memories is my grandfather's huge book collection, stored in a room with wonderful handmade glass cabinets, and I remember well the earthy and dusty smell when he opened one of them. Then there were all the books in my father's small office, where he used to study. When my brother and I left our home for good I convinced my father to fill my empty room with bookshelves,  so he could finally store his book collection in a bigger place. When he died some years ago my brother and I started to discover our father's "literary" world and inheritance. I remember to have sent then quite a lot of packages filled with books to Athens: There were astonishing books of my grandfather, editions of the end of the 19th and the beginning of the 20th century! There were a lot of great books about art - as my father was a quite successful hobby-painter! And there was of course literature at its best!

Looking at my own "library", I sometimes wish to make a list of all the books I read since the last 40 years, at least all the books that are still in my bookshelves.  And I ask myself if I should stop to purchase new books and "read myself through" the ones I read so many many years ago...Oscar Wilde once said:" If one cannot enjoy reading a book over and over again, there is no use in reading it at all." But this is hard, Amazon has become a real addiction...too many new books to discover!!!!
Due to my moving from Germany to Greece, I had to give some books away, but the remaining ones in my bookshelves are like children, I could never get rid of them. (I guess my heirs will have to deal with that....).
Why all these thoughts today about my books? 
I passed some rough days being concerned about my mother's and my own health. So I remembered my father, my grandfather and their passion for reading which they passed on to me and my beloved brother...
And I just expressed a Christmas wish to my husband: an additional bookshelf which we could build during Christmas Holidays...I definitively need more space for my books!  (And I hope my wish will come true.....)
****

Ich und meine Bücher....ein Wunschtraum!
Literatur war für mich schon immer eine Möglichkeit, mich ein wenig von der Realität „auszuklinken“. Literatur hat auf jeden Fall mein Leben beeinflußt, meine Vorstellung von der Welt. Wenn ich ein Buch in den Händen halte, dann habe ich mich immer sicher gefühlt....manchmal kann ich das Wochenende kaum erwarten, um einige Stunden mit Lesen zu verbringen. Ich schlafe nie ein, ohne vorher wenigstens ein paar Seiten gelesen zu haben und ich beginne jeden neuen Tag mit einer Tasse Kaffee und weiteren Seiten....(mein Mann weiss nach so vielen Jahren, daß ich am frühen Morgen bei Kaffee und Buch absolut nicht ansprechbar bin!).
Wahrscheinlich kommt das daher, weil ich mit Büchern aufgewachsen bin:
Eine meine ersten Kindheitserinnerungen ist die grosse Buchsammlung meines Großvaters, die in einem Raum mit wunderschönen, handgezimmerten Vitrinen mit ziselierten Glastüren untergebracht war. Ich erinnere mich noch genau an den erdigen und staubigen Geruch, wenn er sie öffnete, um ein Buch herauszunehmen. Und dann waren da noch all die Bücher im  Arbeitszimmer meines Vaters, die die Wände vom Boden bis zur Decke ausfüllten. Als mein Bruder und ich unser Haus nach Beendigung der Schule endgültig verließen, überzeugte ich meinen Vater, mein Jugendzimmer doch zur Bibliothek umzubauen, um endlich mehr Platz für seine Buchsammlung zu haben. Als er dann vor einigen Jahren starb, begannen mein Bruder und ich, seine kleine literarische Welt zu durchstöbern. Ich habe damals wirklich eine Menge Bücherkisten nach Athen schicken lassen: Da gab es erstaunliche Bücher meines Großvaters, Editionen vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, wundervolle Kunstbände meines Vaters (er war ein begnadeter Hobbymaler) und natürlich Literatur vom Feinsten!
Wenn ich meine eigene Buchsammlung anschaue, so wünsche ich mir manchmal, eine Liste all der Bücher zu erstellen, die ich im Laufe der letzten 40 Jahre gelesen haben, zumindest all der gelesenen Bücher, die noch in meinen Bücherregalen stehen. Und unwillkürlich frage ich mich, ob ich nicht damit aufhören sollte, immer wieder neue Bücher zu kaufen und mich statt dessen durch diejenigen durchzulesen, die ich vor vielen vielen Jahren gelesen habe....Oscar Wilde sagte mal: "Wenn man keine Freude daran hat, ein Buch immer wieder zu lesen, dann sollte man es gar nicht lesen."  Aber das ist echt schwer, denn leider ist Amazon nicht nur für mich schon fast eine Sucht geworden, allzuviele neue Bücher gibt es dort zu entdecken!!!!
Als ich von Deutschland nach Griechenland umgezogen bin, habe ich viele Bücher weggegeben, aber die restlichen sind eigentlich wie Kinder, ich könnte sie nie weggeben (ich vermute, daß sich meine Erben dann mal damit auseinandersetzen müssen!).
 

Warum habe ich heute all diese seltsamen Gedanken über Bücher?
Die letzten paar Tage war ich sehr besorgt um die Gesundheit meiner Mutter und meine eigene. Wahrscheinlich habe ich mich deshalb plötzlich an meinen Großvater und Vater erinnert und an ihre Leidenschaft für Bücher und das Lesen, die sie an meinen lieben Bruder und mich weitergegeben haben…..

Und gerade eben habe ich meinem Mann gegenüber einen Weihnachtswunsch geäußert: ein weiteres Bücherregal, das wir uns während der Weihnachtsferien selbst zimmern könnten! Ich brauche definitiv mehr Platz für meine Bücher und ich hasse, wenn meine Bücher zweireihig stehen und ich ewig nach einem bestimmten Titel suchen muß!!! (Und ich hoffe, mein Wunsch wird in Erfüllung gehen....)

 



Montag, 3. Dezember 2012

When you cease to make a contribution, you begin to die. - Eleanor Roosevelt

I spent the last two days at the annual German Christmas Bazaar of Athens.
  
www.weihnachtsbasar-athen.gr
I participate since many years, in the beginning as a volunteer, then, some years later, I got the great chance to join the group of women doing handicraft. I participated at various bazaars throughout the last years, but this one is special: organized by countless women, all of them volunteers, this bazaar is charitable. Benefits are thoroughly used to support needy people. The incredible effort of all these volunteers makes this bazaar so unique, and it is really a great joy for all of us to participate. The atmosphere is special, and we always get a feeling of home, with all the familiar smells of German food around us...
Despite the crisis in Greece, there were no less visitors than last year. Maybe, that they could not spend the same amount of money as some years ago, but there was still the wish to forget for some hours all the problems around us….
As every year, this was also an opportunity to present my last creations at my booth, and I got a lot of positive reactions. Finally, this bazaar is always a great motivation for me to go on with my crafts…
Let’s hope that we all may be in good health and see you again…next year!
***
Ich habe die letzten zwei Tage auf dem deutschen Weihnachtsmarkt hier in Athen verbracht. Ich nehme seit vielen Jahren daran teil, erst als freiwillige Helferin am Glühweinstand, dann, nach ein paar Jahren, bekam ich die Chance, mich den Frauen des Kunsthandwerkerstands anzuschließen. 
Ich habe im Laufe der Jahre schon an einigen Weihnachtsbasaren teilgenommen, aber dieser hier ist etwas ganz Besonderes: er wird von einer Menge freiwilliger Helfer organisiert und ist - unter der Schirmherrschaft der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Athens -  nur karitativen Zwecken gewidmet. Die Gewinne kommen ausschließlich hilfsbedürftigen Menschen zu Gute. 
Die unbeschreibliche Anstrengung all dieser Helfer - in der Mehrzahl Frauen jeglichen Alters -  machen diesen Basar so einzigartig, und es ist jedes Jahr eine Freude, daran teilnehmen zu dürfen. Es herrscht - besonders für uns Deutschsprachige - eine ganz besondere Atmosphäre, und wir bekommen ein Gefühl von Heimat...besonders inmitten all der heimatlichen Köstlichkeiten um uns herum!

Angesichts der großen Krise hier in Griechenland war es besonders erfreulich, daß nicht weniger Besucher als die letzten Jahre mit uns den ersten Advent gefeiert haben. Sicherlich konnte so Mancher nicht soviel Geld ausgeben wie noch in den letzten Jahren. Das Wichtigste war jedoch, daß alle zusammen - Griechen und Deutsche - den Wunsch hatten, einige unbeschwerte Stunden miteinander zu verbringen und die täglichen Probleme mal zu vergessen....
Wie jedes Jahr war es für mich persönlich auch die Gelegenheit, meine neuesten Kreationen zu präsentieren, und es hat mich ganz besonders gefreut, daß ich so viele positive Reaktionen bekommen habe. Das allein ist schon ein Grund für mich, mit meiner Arbeit fortzufahren...

Ich hoffe, daß wir alle auch im nächsten Jahr bei guter Gesundheit sein und uns in alter Frische beim nächsten Basar wiedersehen werden!