Dienstag, 23. Oktober 2012

Christmas is the time when kids tell Santa what they want and adults pay for it. - R. Lamm




Christmas is all around....not yet, but soon all shops will be covered in Christmas items.I started a couple of days ago to think about this upcoming season, here are my first ideas: garlands, paper ornaments and a tiny tree made of used bookpages...

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Es weihnachtet sehr....noch nicht, aber bald werden die Geschäfte mit Weihnachtssachen überschwemmt sein. Ich habe vor ein paar Tagen angefangen, mir Gedanken zu machen über dies kommende Fest, und hier sind meine ersten "Taten": Kaminketten, Girlanden, Papierbälle und ein kleiner Weihnachtsbaum aus alten Buchseiten...

Freitag, 19. Oktober 2012

There's no life without humour. It can make the wonderful moments of life truly glorious, and it can make tragic moments bearable. - R. Wainwright

Es ist schon wieder spät am Abend....endlich wieder "Blogtime"!
Ein Kommentar auf meinen letzten Post hat mich nachdenklich gemacht: Was ist eigentlich Humor und wie wichtig ist Humor für unser Leben? Wenn man nach Zitaten über dieses Thema sucht, findet man viele interessante Einsichten, aber einig sind sich natürlich fast alle Autoren, daß Humor auf jeden Fall etwas Positives und für unser Leben Notwendiges ist.
Wenn es uns gut geht, dann ist es natürlich einfach, unserer humoristischen Seite Ausdruck zu geben. Und wenn es uns schlecht geht, kann eine Prise Galgenhumor eine Situation erträglicher machen.

Sigmund Freud schrieb, daß „der Humor nicht nur etwas Befreiendes hat wie der Witz und die Komik, sondern auch etwas Großartiges und Erhebendes (...) Das Großartige liegt offenbar (...) in der siegreich behaupteten Unverletzlichkeit des Ichs. Das Ich verweigert es, sich durch die Veranlassungen aus der Realität kränken, zum Leiden nötigen zu lassen, es beharrt dabei, daß ihm die Traumen der Außenwelt nicht nahegehen können...“

Humor ist aber auch kulturabhängig. Eine der positiven Seiten der Griechen zum Beispiel ist ihr unbedingter Sinn für Humor. Ich lebe nun bald 18 Jahre hier, und gerade der Humor hat mich immer für dieses Volk eingenommen. Vor allem in diesen schwierigen Zeiten verblüfft mich noch immer der  Humor der Griechen. Hier läuft ja nun nicht jeder 24 Stunden am Tag mit Trauermiene rum, und ich verstehe, daß dies ein Weg ist, die täglichen Wirren hier einigermaßen zu überstehen und auch ein Ausdruck dafür, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Wir Deutsche sind da vielleicht etwas ernsthafter, obwohl es auch bei uns sicher regionale Unterschiede gibt. Im Vergleich zu den Griechen glaube ich aber, daß es uns nicht so leicht fällt, die Widrigkeiten des Lebens eher von der leichten Seite zu nehmen. Ich sehe das auch an mir selbst im Unterschied zu meinem griechischen Mann: sehr oft ist es gerade sein Humor, der mir hilft, Negatives nicht mehr zu sehr an mich heranzulassen.
Humor hat also viele Ausdrucksmöglichkeiten, Humor läßt uns manche Klippe heil umschiffen, Humor kann uns Kraft geben. Wir sollten uns also geradezu bemühen, unsere humoristische Seite etwas mehr zu kultivieren!
Und da es in meinem Blog ja auch oft um meine Lieblingsbeschäftigung, das Lesen, geht, möchte ich Euch noch schnell ein paar schöne humorvolle Bücher empfehlen, an die ich mich gerade ganz spontan erinnert habe (weil ich beim Lesen so lachen mußte!):



                                         In diesem Sinne: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!






P.S. Ich danke Fee vom schönen Blog literatur-begeisterte-fee.blogspot.com für ihre unfreiwillige Anregung!


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Donnerstag, 18. Oktober 2012

“Christmas is not a time nor a season, but a state of mind. ― Calvin Coolidge

Now that I am finally back in Greece, I spent my first day at work trying to find the right access to my upcoming duties....although summer has not ended yet at the Mediterranean, I suddenly realized that we are just 2 months away from Christmas.
This means, that I really have to concentrate now on Christmas creations....I will probably need some days to get into the right mood, but then I will post some photos to show you my first ideas.
By the way, today I got the news that my e-shop is finally going to become real, isn't that great?!!!

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Nun bin ich doch tatsächlich wieder in Griechenland! Ich habe meinen ersten Tag in der Werkstatt damit verbracht, den richtigen Zugang zu meinen kommenden Aufgaben wieder zu finden. Obwohl der Sommer hier am Mittelmeer noch nicht zu Ende ist, wurde mir plötzlich klar, daß es nur noch 2 Monate bis Weihnachten sind.
Das bedeutet, daß ich mich jetzt wirklich auf weihnachtliche Kreationen stürzen muss. Wahrscheinlich werde ich ein paar Tage brauchen, um in die richtige Stimmung zu kommen, aber dann werde ich ab und zu Photos von meinen Ideen posten.
Ganz nebenbei, heute bekam ich die schöne Nachricht, daß mein E-Shop endlich auf den Weg gebracht wird, ist das nicht toll?!

I definitely need such a tree this year! And please, with Santa's hat on the top....

Freitag, 12. Oktober 2012

Die hellen Tage behalte ich, die dunklen gebe ich zurück. - Zsuzsa Bank

So, nun ist aber Schluß mit dem Politisieren!

Meine Tage in Deutschland neigen sich dem Ende zu und ich muß zurück nach Athen....zum ersten Mal seit fast 20 Jahren fahre ich mit schwerem Herzen zurück. Hätte ich dort nicht meinen geliebten Mann und meine geliebte Werkstatt, würde ich wohl gar nicht mehr dorthin wollen. Es ist so schwer sich vorzustellen, daß in wenigen Tagen die rauhe griechische Wirklichkeit wieder über mich hereinbrechen wird....der ganze Kampf, die Unsicherheit, die Verzweiflung und Angst vor der Zukunft....
Hier in Deutschland habe ich - neben vielen Dingen, die zu erledigen waren - trotzdem ab und an die Zeit gefunden, in die Welt der Bücher abzutauchen. Heute mußte ich noch ein Geschenk besorgen und fand durch Zufall ein Buch, das ich erst im Sommer selbst geschenkt bekommen hatte: Die hellen Tage von Zsuzsa Bank.
Es ist die Geschichte der Freundschaft zwischen Seri, Aja und Karl, die in einer süddeutschen Kleinstadt aufwachsen. Der Leser begleitet diese Kinder und ihre Familien (vor allem ihre Mütter) von den frühen 60er Jahren mehr als 20 Jahre lang, bis ihre unerschütterliche Freundschaft im Rom der 80er Jahre fast auseinanderbrechen wird. Man erkennt schon nach den ersten Seiten, daß Zsuzsa Bank eine begnadete Erzählerin ist, die ihre Leser mit ihrer einfühlsamen Sprache und dieser wunderschönen, liebevollen Familiengeschichte zu fesseln versteht.
Vielleicht hat mich das Buch auch so berührt, weil es von meiner eigenen Generation spricht und ich auf manchen Seiten sogar Parallelen zu meinem eigenen Lebenslauf gefunden habe....Aber spätestens, wenn der Leser auf den letzten Seiten des Buches mit Ajas Mutter in die dunkle Welt der Alzheimerkrankheit abtaucht,  ist dies mit soviel Verständnis und Liebe beschrieben, daß man sich wünscht, das Buch hätte nochmal soviel Seiten...
Manchmal, wenn ich Lust habe, rezensiere ich auch Bücher auf Amazon, und dieses Buch gehört definitiv zu jenen, die ich weiterempfehlen musste...und weil es heute im Buchladen plötzlich wieder vor mir lag, mußte ich unwillkürlich die Idee von "hellen und dunklen Tagen" weiterspinnen:
Meine Tage in Deutschland waren helle Tage und meine kommenden in Athen werden wohl wieder zu den dunkleren gehören. Nur, daß ich diese dunklen Tage dem Schicksal nicht werde zurückgeben können, so wie es Ajas Mutter im Roman für sich beschlossen hat.





Donnerstag, 11. Oktober 2012

Haß ist großzügig. Man bleibt nicht an der Macht, wenn man Liebe predigt, sondern wenn man Haß schürt. - U. Eco

Ein kleiner Nachtrag zu meinem gestrigen Post:
Leider haben gestern wieder ein paar griechische Chaoten die Hakenkreuzfahnen hervorgeholt und damit den deutschen Medien willkommenes "Futter" gegeben. Schade, daß so etwas im 21.Jahrhundert noch immer passiert. Schade, daß mit solchen Aktionen die wirklichen Nöte der Griechen mit Füßen getreten werden.
Frau Merkel den schwarzen Peter zuzuschieben und sie als Buhmann zu stilisieren, ist mehr als nur dumm.....
Schade, daß immer noch der Haß das Denken mancher Menschen bestimmt....

Dienstag, 9. Oktober 2012

Hope is the thing with feathers/ That perches in the soul/ And sings the tune without the words/ And never stops at all.” Emily Dickinson

Hier mal ein Zitat zum aktuellen politischen Geschehen: heute besucht Frau Merkel Griechenland.....
Ich bin zur Zeit noch in Deutschland und beobachte die Situation in Griechenland seit ein paar Wochen von der "Gegenseite"...soviel Nachrichten, Berichte, Kommentare in den Medien....und doch habe ich immer noch das Gefühl, daß die Deutschen sich nicht vorstellen können, wie die Situation für die Griechen und für uns Deutsche, die wir in Griechenland leben, aussieht....
Freunde hier fragen mich in den letzten Tagen so oft nach meiner Meinung, und das Einzige, was ich ihnen immer sage, ist: "Ihr Deutsche wißt ja gar nicht, wie gut es euch noch geht!!!!".
Und so sehe ich den Besuch von Angela Merkel in Athen letztendlich nur als überflüssiges Geplänkel an, als gut geplanten "publicity gag", um dem aufgebrachten Volk Honig um den Mund zu schmieren. Dem griechischen Volk wirklich helfen will sowieso keiner in der Europäischen Union. Und wer nicht in Griechenland lebt und den alltäglichen Wahnsinn mitmachen muss, kann sich meiner Meinung nach sowieso kein Urteil erlauben....
Tja, und so sitze ich nun an diesem Tag im wunderschönen Bayern und denke daran, was zur gleichen Zeit wohl in Athen los ist: Wird demonstriert? Kommt es wieder zu unschönen Ausschreitungen von ein paar Chaoten? Gehen die verzweifelten Rentner mit ihren Hunger-Renten wieder auf die Straße?
Es freut mich immer in diesen letzten Tagen, wenn ich deutsche Kommentare lese oder höre, die wieder und wieder die Meinung vertreten, Griechenland solle zur Drachme zurückkehren und sich wieder auf seine eigenen Beine stellen....Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Sinn sagte vor ein paar Tagen, daß der Europäischen Union im Grunde nur 2 Möglichkeiten bleiben: entweder Griechenland endlich aus dem Euro zu entlassen, damit das Land wieder festen Boden unter die Füße bekommt, oder Griechenland auf unbestimmte Zeit ohne Murren mitzufinanzieren.
Die erstere Variante ist auch die Meinung vieler meiner griechischen Freunde, denn, um es einmal ganz klar zu sagen, soviel schlimmer kann es ja nicht mehr werden!!! Und vielleicht haben wir in Griechenland dann mit der Drachme endlich eine Chance, uns wieder ein menschenwürdiges Dasein zu erschaffen?! Denn was wir momentan leben, ist nur ein langsames, qualvolles Sterben...
Aber seit wann haben Politiker schon auf ihr Volk gehört? Seit wann spielen die Nöte des Volkes wiklich eine Rolle? Wie gerne würde ich jeder Frau Merkel mal ganz konkret die aktuellen Nöte meines eigenen kleinen Unternehmens in Griechenland schildern! Wie gerne würde ich jeder Frau Merkel sagen, daß meine Tochter keine Chance haben wird, nach ihrem Studium jemals nach Griechenland zurückzukehren, in das Land, in dem sie aufgewachsen ist und das sie liebt, denn sie wird in den nächsten 10-15 Jahren keine Chance auf einen Arbeitsplatz haben! Wie gerne würde ich jeder Frau Merkel sagen, daß so viele Jugendliche nun Griechenland verlassen, um im Ausland zu studieren und zu arbeiten, und daß dies am Ende bedeutet, daß Griechenland wirklich seiner Zukunft beraubt wird! Wie gerne würde ich jeder Frau Merkel sagen, daß ich nicht weiß, von welcher Rente ich mal leben soll! (Aber was lamentiere ich hier herum, all das weiß ja jede Frau Merkel längst...).
Und deshalb werden wir alle letztendlich nur ein Spielball der Finanzmärkte bleiben...so wie auch jede Frau Merkel inzwischen nur noch eine Marionette dieser Märkte ist. "Geld regiert die Welt"- noch nie war ein Spruch so wahr wie in diesen unseren Zeiten!

Und so bleibt uns -wahrscheinlich auf lange Zeit hin -  nur die Hoffnung, wie sie von einer meiner liebsten Lyrikerinnen, Emily Dickinson, so wortgewaltig beschrieben wurde!